Warum TÜV-Ingenieure gerne zu Fuß gehen
Zum 1001ten mal eine TÜV-Geschichte.
Mit meiner Bastelkuh müssen wir diese lästige
Prozedur über uns ergehen lassen.
Schon die Optik gefällt dem Herrn in Blau nicht. Auspuff
geschweißt und schlecht gepflegt. Sein Kommentar: "Da ist ja gar nichts mehr
drin!" Darauf
meine Frage, was denn in einer Auspuffanlage drin sein soll, außer ein paar
Prallblechen.
Ohne Kommentar setzt er sich auf
die Maschine und will starten. Da fällt mir siedendheiß
ein, daß der originale Anlasserknopf abgeklemmt ist, da er bei starkem Lenkereinschlag
gegen den Tankrucksack drückt und den Anlasser bei laufendem Motor einrückt.
Also wird
mit einem Stück Draht, das gegen Masse gehalten wird, gestartet. Das will ich
dem Prüfer
nicht zumuten. Also mache ich glaubhaft, daß der Anlasser gelegentlich streikt,
und man
dann mit Hilfe des Kickstarters den Motor in Gang setzt.
Das gefällt dem guten Mann natürlich
nicht. Originalkommentar: "Ich will mir doch nicht das
Bein brechen!" Also kachel ich das Ding dann an und der Sachverständige fährt
mit der
Kuh von dannen. Ich sehe ihr nach bis er nach einiger Zeit zu Fuß zurückkommt.
Auf meine
Frage was nun sei, antwortet er: "sie ist ausgegangen!" Also hole ich meine
Kuh zu Fuß
zurück. Die Benzinhähne waren ja auch zu. Toll!!
Den Stempel habe ich dann aber trotzdem bekommen.
Kalli